OMALIZUMAB

Xolair®

Wirkstoff, Handelspräparate und Hersteller

Xolair® von Novartis

Wirkmechanismus

Humanisierter monoklonaler Antikörper, der selektiv an das humane Immunglobulin E (IgE) bindet

Zulassung in der Dermatologie

Chronische spontane Urtikaria (CSU) (ab dem 12.Lebensjahr) mit unzureichendem Ansprechen auf eine Behandlung mit persistierendes H1-Antihistaminika

Zulassung außerhalb der Dermatologie

Schweres persisistierendes allergisches Asthma bronchiale (ab 6 Jahren)

Chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen

Vor Therapiebeginn

Voruntersuchungen und Labor gemäß Urtikaria Leitlinie

Kontrollintervalle

Anamnese alle 3 Monate gemäß Urtikaria Leitlinie

Verabreichung & Galenische Form

Fertigspritze

s.c.

Dosierung

2x150 mg alle 4 Wochen

Ø Wirkungseintritt

Bei csU nach 1 Woche, bei Asthma nach 16 Wochen, bei Rhinosinusitis wurden in klinischen Studien zu CRSwNP nach 4 Wochen Veränderungen im Nasenpolypenscore (NPS) und im Score für nasale Kongestion (NCS) beobachtet.

Anwendungen/ Empfehlungen

Beobachtungszeit von 30 min bis 2 h nach den ersten 3 Gaben in der Praxis häufig etabliert (obliegt der individuellen Risikoabwägung des behandelnden Arztes).

Ab der 4. Gabe Selbstapplikation möglich bei Patienten ohne bekannten Anaphylaxie in der Vorgeschichte.

Kosten im 1. Therapiejahr/ Folgejahr in DE (AVP)*

ca. 12.471€ / 12.471€

Unterbrechung

>89% erreichen bei Wiederbehandlung nach 12 Wochen wieder UAS7≤6 (wöchentlicher Urtikaria-Aktivitäts-Score)

Klinische Evaluation

Klinische Evaluation nach 6 Monaten, Absetzen (nur bei vollständiger Symptomkontrolle), Intervallverlängerungen oder Dosisreduktion im Verlauf (Off Label!)

Entwicklung von anti-Produkt-Antikörpern

Keine bekannt

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber einem der Wirkstoffe.

Potenzielle unerwünschte Arzneimittelwirkungen (Auswahl, nicht nach Häufigkeit geordnet, in meisten Fällen keine Kausalität nachgewiesen)

Sehr häufig: Fieber (nur bei Kindern 6.-12. LJ)

Häufig: Kopfschmerzen, Schmerzen im Oberbauch, Reaktionen an der Injektionsstelle wie Schwellung, Erythem, Schmerzen, Pruritus

Selten: Anaphylaktische Reaktionen

Verwendung bei HBV Infektion

Keine Verminderung der viralen Immunabwehr, kein Risiko für HBV-Reaktivierung bekannt

Verwendung bei HSV Infektion

Keine Verminderung der viralen Immunabwehr, kein Risiko für HBV-Reaktivierung bekannt

Verwendung bei HIV Infektion

Keine Verminderung der viralen Immunabwehr, kein Risiko für HBV-Reaktivierung bekannt

Interaktionen

Keine Interaktion bekannt

Verwendung bei latenter TBC Infektion

Keine Verminderung der bakteriellen Immunabwehr, kein Risiko für TB-Reaktivierung bekannt

Krebsrisiko

Keine Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für maligne Erkrankungen

Letzte Aktualisierung
08/06/2022