SPESOLIMAB

Spevigo® von Boehringer Ingelheim

Wirkstoff, Handelspräparate und Hersteller

Spevigo® von Boehringer Ingelheim

Wirkmechanismus

Humanisierter antagonistischer monoklonaler Immunglobulin-G1(IgG1) -Antikörper, der die Aktivierung des menschlichen IL-36 Signalwegs durch Bindung an den IL-36R hemmt.

Zulassung in der Dermatologie

Monotherapie bei Schub der Generalisierten pustulösen Psoriasis ab dem 18. LJ

Zulassung bei Kindern/ Jugendlichen

Nein

Galenische Form und Verabreichung

Injektionslösung (Verdünnung notwendig)

Vor Therapiebeginn

Zu Beginn der Spesolimab-Behandlung sollten andere GPP-Behandlungen abgesetzt werden.
Andere Behandlungen (z. B. mit systemischen Immunsuppressiva) sollten nicht gleichzeitig zur Behandlung des Krankheitsschubs eingesetzt werden.

Optional: BB, Differentialblutbild, CRP, IL6, Leber-, Nierenwerte, Ausschluss von Infektionen (Hepatitis, HIV, Tuberkulose), Komplettierung des Impfstatus, Schwangerschaftstest

Kontrollintervalle

Keine notwendig

Dosierung

Initialdosis: 900 mg i.v. (2 Durchstechflaschen zu je 450 mg/7,5 ml), bei anhaltender Symptomatik nach einer Woche erneut 900 mg i.v.

Ø Wirkungseintritt

Innerhalb einer Woche

GPPGA

GPPGA-Pustulations-Score von 0 nach 1 Woche: 54,3% (Effisayil™ 1)
GPPGA-Gesamtscore von 0 oder 1 nach 1 Woche: 42,9% (Effisayil™ 1)

Kosten im 1. Therapiejahr/ Folgejahr in DE (AVP)*

23.713,63 € für 2 Durchstechflaschen (Seit dem 29. August 2023 in Deutschland nicht mehr erhältlich. Bezug nur über internationale Apotheken möglich)

Unterbrechung

Nicht bekannt

Entwicklung von anti- Produkt-Antikörpern

Nicht bekannt

Kontraindikationen

Schwerwiegende Überempfindlichkeiten gegen den Wirkstoff

Klinisch bedeutsame aktive Infektionen (z.B. aktive Tuberkulose)

Keine Lebendimpfungen 4 Wochen vor und 16 Wochen nach Therapie

Schwangerschaft und Stillzeit: als Vorsichtsmaßnahme soll eine Anwendung von Spesolimab während der Schwangerschaft vermieden werden.

Beim Menschen kommt es in den ersten Tagen nach der Geburt zur Ausscheidung von IgG-Antikörpern in die Muttermilch. Daher kann es in den ersten Tagen zu einer Übertragung von Antikörpern auf das Neugeborene über die Muttermilch kommen. In dieser kurzen Phase kann ein Risiko für das gestillte Kind nicht ausgeschlossen werden.

Potenzielle unerwünschte Arzneimittelnebenwirkungen

Infektionen, Juckreiz, Reaktionen an der Injektionsstelle, Ermüdung
(Auswahl, nicht nach Häufigkeit geordnet, in meisten Fällen keine Kausalität nachgewiesen)

Verwendung bei HBV Infektionen

Nicht bekannt

Vewerndung bei HSV Infektionen

Nicht bekannt

Verwendung bei HIV Infektionen

Nicht bekannt

Interaktionen

Nicht mit weiteren Immunsuppressiva kombinieren, keine Lebendimpftsoffe, Wechselwirkungen mit CYP nicht zu erwarten

Verwendung bei latenter Tbc Infektion

Anti Tbc Behandlung vor Therapiebeginn

Krebsrisiko

Nicht bekannt

Letzte Aktualisierung
18/07/2024